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Vernetzung

Die Naturvorrangflächen, also die Kernzonen der UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE), liegen vor allem in den gebirgigen Gebieten des Entlebuchs. Die sie umgebenden Pflegezonen, wo die Ansprüche der Natur ebenbürtig zu denjenigen des Menschen sind, liegen ebenfalls grösstenteils in bergiger Umgebung.

Die Talgebiete hingegen sind praktisch ausnahmslos Entwicklungszonen, hier soll der Mensch sich entwickeln. Die Entwicklungszonen, vor allem das Entlebucher Haupttal und das Waldemmental, stellen ein wesentliches Hindernis zwischen den nordwestlichen und südöstlichen Pflege- und Kernzonen dar. Diese Barriere kann sich für wandernde Tiere wie z.B. Rotwild, Amphibien, Schmetterlinge oder auch den Luchs nachteilig auswirken.

Wichtig ist darum, in der Entwicklungszone naturnahe Verbindungsstrukturen zu erhalten und neu zu schaffen, die den wandernden Arten als Sprungsteine und Durchgänge dienen können. Die Strukturen haben dabei nicht nur eine Vernetzungsfunktion sondern sind auch wichtige ökologische Elemente in der Entwicklungszone und bieten verschiedensten wilden Tieren und Pflanzen einen Lebensraum in der intensiv genutzten Talfläche.

 

Die UNESCO Biosphäre Entlebuch soll ein Netzwerk an Landschaftselementen aufweisen, welche die verschiedenen Kern- und vor allem Pflegezonen miteinander verbinden. Diese Strukturen dienen wandernden Tieren als Korridore, stellen selber aber auch Lebensräume für verschiedene Pflanzen und Tiere dar.
 
Die Ökoqualitätsverordnung (ÖQV) der Schweiz ist eine wichtige Grundlage für die Vernetzung. Zusammen mit den kantonalen Richtlinien gibt sie Anhaltspunkte und Anreize, lokale Vernetzungskonzepte zu realisieren.
 
In der UNESCO Biosphäre Entlebuch sind sämtliche Gemeinden einem Vernetzungsprojekt angeschlossen. Bereits tragen viele Landwirte mit Engagement dem Ziel der vernetzten Biosphäre bei.
 
Die UNESCO Biosphäre Entlebuch überprüft für die Vernetzungsprojekte der Gemeinden, ob die getroffenen Massnahmen für die in den Konzepten festgehaltenen Ziel- und Leitarten förderlich sind. Dazu werden verschiedene Daten gesammelt, wobei für die Reptilien die Mithilfe der Entlebucher Bevölkerung gefragt ist.